Erweiterung der Ausstellung

Neuer Auftritt der Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld: Moderner Medieneinsatz für eine zeitgemäße Bildungsarbeit und Wissensvermittlung

Projektträger: Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld e. V.
Umsetzungszeitraum: 09/2018-06/2019
Projektkosten: 15.000€
LEADER-Förderung: 7.500€ (50%)
Projektstatus: laufend

Die Dokumentationsstätte Gnadenkirche Tidofeld hat einen einmaligen Charakter: Als bundesweit erste Institution dokumentiert sie aus persönlicher und regionaler Perspektive Flucht und Vertreibung der Deutschen aus Osteuropa und den ehemaligen deutschen Ostgebieten sowie deren Integration in die bundesdeutsche Gesellschaft. Neben der Darstellung der historischen Ereignisse geben Zeitzeugeninterviews sowie persönliche Exponate, deren Geschichten in der Ausstellung erzählt werden, Einblicke in persönliche Schicksale von Flucht, Vertreibung aber auch Integration in die hiesige Gesellschaft.

Schließlich wird mit Hilfe von Ausblicksstationen, Veranstaltungen und der Museumspädagogik eine Brücke ins Hier und Jetzt geschlagen und die Frage aufgeworfen: Wie begegnen wir Menschen, die heute aus ihrer Heimat fliehen müssen?

Um anschlussfähig zu bleiben sowie die Attraktivität der wertvollen Dauerausstellung für Tourismus und Schulen zu bewahren, ist eine technische Aufrüstung der Dauerausstellung bzw. eine zeitgemäße Medienpädagogik unerlässlich.

Die Förderung soll ermöglichen, dass Besucherinnen und Besucher sowie Schülerinnen und Schüler die Ausstellung mit mobilen Endgeräten begehen und entdecken können. Die Anschaffung von etwa 10-15 mobiler Endgeräte (Smartphones oder Tablets) ist also Voraussetzung. Dazu gehört – des Weiteren – die Integration von QR-Codes, um neue und ergänzende multimediale und audiovisuelle Ausstellungsinhalte erreichen zu können. Diese sollen auf zu programmierenden, anwendungsbezogenen Microsites hinterlegt sein, sodass sich die Inhalte gleichzeitig auch für die externe Museumspädagogik nutzen lassen.